Das Beste kommt zum Schluss

Gerlinde Schwabl (links) und Ingrid Hotarek

Wir Studierende waren ja nicht allein in Flensburg, begleitet wurden wir von den zwei Dozentinnen Ingrid Hotarek und Gerlinde Schwabl. Auch für sie war die Reise nach Flensburg sehr bereichernd – wir haben nachgefragt.

Wie war die Studienreise aus eurer Sicht?
Ingrid:
Dies war meine erste Dozentenmobilität und wenn ich gewusst hätte, wie interessant und lehrreich diese Möglichkeit ist, hätte ich wohl schon früher die Gelegenheit genützt. Ich habe wirklich sehr viel gelernt – sowohl an der Europa-Universität Flensburg, als auch über die Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen dort. Und – Hut ab vor dem Engagement und der Verlässlichkeit unserer Studierenden.

Gerlinde:
„spannend – lehrreich – ideenreich – verbindend – freundschaftsschließend – aufregend – lustig – zugfahrend – forschend – gastfreundlich: Diese Studienreise hat sicher zur Stärkung der Beziehung zwischen der Europa-Universität Flensburg und der Pädagogischen Hochschule Tirol beigetragen.


Habt ihr am Campus in Flensburg etwas entdeckt, das ihr auch in Innsbruck gerne hättet?
Ingrid:
Es war dort so viel Platz für die Studierenden – zum Lernen, aber auch zum Entspannen. Das wünsche ich mir auch für unseren greifbar nahen PHT-Neubau.

Gerlinde:
Ich würde mir an der PHT eine gemütliche Cafeteria wünschen, die so einladend ist, wie die Lounge an der Europa-Universität Flensburg.


Seht ihr für die Zukunft Möglichkeiten des Austausches, der Zusammenarbeit mit den Flensburgern?
Ingrid:
Das biat würde es sehr begrüßen, wenn DA/TG Studierende aus dem Bereich Metalltechnik, Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik nach Flensburg kommen würden. Die Studierenden sollten dabei ausgewählte Lehrveranstaltungen besuchen und sich auch aktiv darin einbringen. Ebenfalls denkbar ist ein Besuch an den hiesigen Berufsschulen (inkl. Berufliches Gymnasium, berufliche Fachschulen, etc.).

Es wurden bereits Gespräche geführt, dass im kommenden Studienjahr drei Dozierende der Europa-Universität Flensburg mit einer Studierendengruppe das Institut für Berufspädagogik in Innsbruck besuchen werden. Darauf freue ich mich schon sehr.
Das österreichische Modell des Dualen Systems gilt auch in Deutschland als Vorbild – nachzulesen ist das in einem Interview, das Herr Prof. Dr. Herkner im Flensburger Tageblatt gegeben hat. Auch diverse andere Ansätze, bspw. „Lehre nach der Matura“ und auch „AusBildung bis 18“ wurden als ausgesprochen interessant wahrgenommen. Aus diesem Interesse heraus entstand die Idee, dass eine Studierende des biat ihre Masterarbeit zum Thema „Lehre nach der Matura“ macht.

Und natürlich wäre es auch für unsere Dozierenden spannend, die universitäre Berufsschullehrer/innen-Ausbildung in Flensburg kennenzulernen. Wir können da sehr viel, speziell im Bereich der Forschung, lernen.

Gerlinde:
Besonders interessant könnte in Zukunft ein längerer Studienaufenthalt, der über Erasmus finanziert wird, für die Studierenden des Fachbereichs Information und Kommunikation sein. Die Studierenden könnten facheinschlägige Lehrveranstaltungen an der Hochschule besuchen.
Auch wäre eine weitere Kooperation mit dem Zentrum für Europäische Medienpädagogik und Medienforschung denkbar, das sich in Gründung befindet.
Im nächsten Jahr wird es eine Professur an der Europauniversität Flensburg geben „Ernährung, Haushalt und Gastlichkeit“, was wiederum eine Kooperation mit Fachbereich Ernährung eröffnet.


Was nehmt ihr aus Flensburg mit? Außer Rum… 😉
Ingrid:
Tatsächlich – Flensburg hat eine jahrhundertelange Tradition der Rumherstellung. Das habe ich dort ebenfalls gelernt und mir ein schöne Flasche als Souvenir mitgenommen.  Ich habe es sehr genossen, an der Universität hinter die Kulissen zu blicken und mich inspirieren zu lassen – sowohl didaktisch als auch forschungsmethodisch. Liebe Studierende der Zukunft – meine Lehrveranstaltungen werden einen „Flensburger Touch“ haben…

Gerlinde:
Ich habe an der Europauniversität Flensburg viele neue Ideen und Impulse von den Kollegen erhalten. Besonders spannend fand ich die originellen Lehr- und Lernmethoden von Herrn Prof. Dr. Herkner. Bei schriftlichen Prüfungen dürfen die Studenten erst in Einzel-, dann in Paar-, Gruppen- und schließlich wieder in Einzelarbeit Aufgaben bearbeiten. Laut Prof. Dr. Herkner steckt dahinter eine simple Idee: Im Berufsleben kann man auch Rücksprache mit Kolleg/innen halten. Dem kann ich sehr viel abgewinnen.

Derzeit schreibe ich mit Stefan Greuter zusammen an der Abschlussarbeit im Zuge des Lehrgangs „Hochschuldidaktik“, wo es darum geht, mögliche Instrumente zur qualitätsvollen Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten an der Pädagogischen Hochschule Tirol vorzustellen. Im Zuge der Dozentenmobilität durften Frau Hotarek und ich bei einem Examenskolloquium beiwohnen, das wöchentlich von den betreuenden Dozierenden angeboten wird. Das Kolloquium dient der gemeinsamen Erörterung von Problemen und Fragen im Zusammenhang mit der Masterarbeit und der gegenseitigen Kenntnisnahme von Fragestellungen, Untersuchungsdesigns und Forschungsresultaten bzw. in unserem Fall ging es darum die Studentin hinsichtlich der Themenwahl zu beraten. Herr Prof. Dr. Herkner hat uns erzählt, dass diese Beratung sehr gerne von den Studierenden angenommen wird. Ich werde auf alle Fälle diese Idee mitnehmen und vielleicht lässt sich dieses Betreuungsinstrument auch bei uns an der PHT etablieren.

Generell kann ich jedem eine solche Mobilität empfehlen, da sie spannende Einblicke in das Hochschulsystem anderer Länder bietet.


Würdet ihr mit uns noch einmal auf Studienreise gehen?
Ingrid:
Na klar! Es war mir eine Ehre mit euch zu reisen, zu lernen, zu staunen und zu lachen.

Gerlinde:
Auf alle Fälle. Ihr habt die Pädagogische Hochschule Tirol und insbesondere unseren Studiengang Informations- und Kommunikationspädagogik unglaublich professionell repräsentiert. Eure emotionale Präsentation über den Studienort Innsbruck hat die Teilnehmer/innen und mich sehr beeindruckt. Besonders freut es mich, dass euer Reiseblog auf große Resonanz gestoßen ist. Ich glaube, ihr hattet an einem Tag fast 1.000 Zugriffe. Das liegt sicher an den tollen Beiträgen über die Studienreise und den wunderschönen Bildern auf Instagram.
Gegenfrage: Würdet ihr den mit UNS noch einmal auf Studienreise gehen?

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