Auf geht´s zur zweiten Studienreise im 5. Semester – Wien wir kommen

Zugfahrt durchs Tiroler Unterland

Denjenigen von uns, die vor gut zwei Wochen nach Flensburg gefahren sind, erscheint die Zugfahrt nach Wien kaum lang genug, um gemütlich eine Tasse Kaffee zu trinken und Mails zu lesen (dank ÖBB über WLAN).

Die Zugfahrt bringt uns durch eine vom Reif überzogene Landschaft in vier Stunden nach Wien zur Ministerialrätin Eva Schönauer-Janeschitz. Wir haben uns für diesen Termin eine Reihe von Fragen (zum österreichischen Bildungssystem, zur Situation von Lehrpersonen, zu NOST – der neuen Oberstufe etc.) überlegt, die uns beschäftigen und auf deren Antworten wir neugierig sind.

Danach geht es ins Tech Gate, wo uns am ersten Tag des Microsoft Education Summits Vorträge über Trends im IT-Bereich erwarten. So wird unter anderem Kurt Söser – wir hatten bereits das Vergnügen, den heimischen Microsoft/Tablet Guru an der PH Tirol kennenzulernen – über Tablets im Schuleinsatz sprechen.

Auf die zwei Programmpunkte am späteren Nachmittag sind wir besonders gespannt: Zuerst wird Markus Hengstschläger über Durchschnittstypen referieren bzw. eigentlich darüber, dass nicht die Förderung von eben jenen im Vordergrund von pädagogischen Handlungen stehen sollte, sondern das Entdecken von Talenten. Hengstschlägers Meinung nach werden in der Schule Durchschnittstypen herangezogen und die Energie von Seiten der Eltern und Lehrpersonen hauptsächlich darauf verwendet, die Schwächen auszumerzen und nicht die Talente zu fördern. Ein interessanter Ansatz!

Anschließend stellt der „Lehrer des Jahres 2012“ Andreas Ferner sein neuestes Kabarett-Programm BildungsFERNER, angeteasert als Stück über das sehr „heiße“ Bildungsthema, vor.

Wir sind gespannt und werden berichten!

3 Gedanken zu „Auf geht´s zur zweiten Studienreise im 5. Semester – Wien wir kommen

  1. Könnte es sein, dass Microsoft auf diesem Umweg versucht, seinen Gewinn zu erhöhen?
    Ich vermute ja, dass multinationale Konzerne selten das Gemeinwohl fördern wollen, sondern in erster Linie ihre Gewinne.
    Oder?

    1. Grüß Dich Erich!

      Ich bin in diesem Fall bei Dir, ich (als Yasmin Wieser) denke auch, dass solche Veranstaltungen nicht in erster Linie (?!) dem Allgemeinwohl, sondern der Untermauerung der Vormachtstellung dienen.
      Allerdings ist es ja auch so, dass eine sehr große Anzahl der Schulen mit Microsoft-Produkten arbeitet und es, von diesem Aspekt aus gesehen, praktisch für uns ist, am neuesten Stand zu sein. Außerdem freuen wir uns – ganz eigennützig – über die Möglichkeit, nach Wien zu fahren. 🙂

      Lieben Gruß
      Yasmin

      1. Verstehe ich gut.
        Und umso mehr finde ich es wichtig, dass diese Problematik auch erörtert wird.
        Die Ökonomisierung – auch der Bildung, finanziert mit Steuergeld – sollte meiner Meinung nach viel häufiger thematisiert werden.
        Eben so, wie sie in der Ökonomie ein Rolle spielt. Also in nicht gerade geringem Ausmaß.
        Dass ein Besuch bei Microsoft dem nicht im Wege steht – das verstehe ich sehr gut.
        Fein wäre es, wenn die Motivation dieses Multikonzerns thematisiert würde
        – und ich hoffte, der Konjunktiv würde auf der Werbeveranstaltung zum Indikativ!

        Liebe Grüße
        Erich

        PS: Das soll euren Aufenthalt in der Hauptstadt Kakaniens nicht trüben!

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