Unser Besuch bei Ministerialrätin Mag. Eva Schönauer-Janeschitz

Besuch im Bildungsministerium

Am ersten Tag besuchten wir vormittags Ministerialrätin Mag. Eva Schönauer-Janeschitz im Bundesministerium für Bildung in Wien. Wir durften eine Stunde lang zahlreiche Fragen stellen, welche auch sehr genau beantwortet wurden. Einen kurzen Ausschnitt daraus möchte ich nun kurz vorstellen.

Seit 1. August 2016 greift das neue Ausbildungspflichtgesetz, nachdem Jugendliche bis 18 Jahre eine Ausbildung abgeschlossen haben bzw. sich in Ausbildung befinden müssen. Wie sieht hier nun die Meldepflicht für Erziehungsberechtigte aus und werden Schulen damit zur Beratungs- und Vermittlungsagentur bzw. zur unfreiwilligen Endstation für manche Jugendliche?

Die Ministerialrätin meinte hierzu, dass nicht die Eltern, sondern die Schulen die Aufgabe hätten, den Behörden zu melden, wenn ein Jugendlicher nicht die Ausbildungspflicht erfüllen sollte. Der Bildungsweg einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers wird verfolgt und sollte er/sie nicht aufscheinen, so werden die Schulen kontaktiert. Natürlich kann es dazu kommen, dass Schülerinnen und Schüler einfach nur ein weiteres Jahr in der Schule „absitzen“, doch für diesen Fall wäre es wichtig Berater miteinzubeziehen. Wie die Zukunft hierbei aber genau aussieht, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau benannt werden.

Als nächstes stellte sich die Frage, warum es für Schülerinnen und Schüler aber auch für Lehrerinnen und Lehrer keine Lizenzen für Adobe Programme gibt. Es sei nämlich schwer praxisbezogen zu unterrichten, wenn diese Programme für die Schulen nicht zur Verfügung gestellt werden.

Frau Mag. Schönauer-Janeschitz sagte dazu, dass es solche Intentionen bereits gegeben hat, doch es sei einfach unleistbar. Jedoch sei es viel wichtiger den Umgang mit einem Programm zu lehren und nicht das Programm selbst. Auch gibt es kein extra Budget für die Beschaffung von neuer Technik wie zum Beispiel Laptops für Schülerinnen und Schülern deren Eltern keine Großverdiener sind. Die Planung dafür liegt bei der Schule selbst und außerdem fördern Elternvereine oft die Anschaffung von Leihgeräten.

Sehr interessant war auch die Frage nach der Stundenverteilung in den neuen Lehrplänen und wie diese zustande kommen. Die Ministerialrätin meinte, dass man danach vorgeht, was im alten Lehrplan funktioniert hat und was nicht. Auch die technische Entwicklung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Autonomiestunden müssen ebenfalls immer dabei sein, denn sonst besteht die Gefahr einer Kürzung. Die Höchststundenzahl in den Schulen liegt allerdings bei max. 38 Stunden pro Woche.

Hierbei ist es auch noch wichtig zu erwähnen, dass die Schulen sehr viel Mitspracherecht in diesem Prozess haben. Die Stundentafel wird als Entwurf an die Schulen geschickt und um ihr Feedback gebeten. Jedoch kommen sehr wenige Rückmeldungen und im Nachhinein beschweren sich viele Schulen über die Stundenverteilungen.

Dies sind nur ein paar der zahlreichen Fragen, die gestellt und beantwortet wurden. Zum Schluss der Fragestunde wünschte uns Frau Mag. Schönauer-Janeschitz noch alles Gute für unser erstes Jahr und dass wir uns nicht abschrecken lassen sollen. Wir sollen gerecht und nicht zu vorschnell mit unseren Beurteilungen sein sollen, denn schließlich waren wir selbst auch einmal jung.

Wir möchten uns hiermit noch einmal recht herzlich bei Frau Mag. Schönauer-Janeschitz für die Beantwortung unserer Fragen bedanken!

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