Robotik-Didaktik mit dem kostengünstigen Raspberry Pi

Obwohl man nicht gleich zu Beginn eines Blogs ein klares Statement abgeben sollte, kann ich nicht anders als meine Begeisterung für den Beitrag des Vortragenden Herrn Misof zum Ausdruck zu bringen. Bevor ich auf die Gründe dafür eingehe, möchte ich den Raspberry Pi vorstellen und eine kurze Zusammenfassung des Vortrages von Herrn Misof geben.

Zunächst was ist ein Raspberry Pi? Es handelt sich um einen sehr kleinen Computer, der knapp 30 EUR kostet und nicht größer als eine Bankomatkarte ist. Dieser kleine Computer kann aufgrund seiner Portabilität und Multifunktionalität als Roboter, selbstfahrendes Spielzeugauto oder … (der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt) mannigfaltig eingesetzt werden.

Bild 2: Raspberry Pi (Quelle: www.pixabay.com, CC0)

Was den Einsatz im Unterricht betrifft, hat der Vortragende Herr Misof sehr gut vermitteln können, warum er so viel positive Erfahrungen mit dem Einsatz des Raspberry Pi im Klassenzimmer gemacht hat.

Zunächst einmal ist die Arbeit mit dem Raspberry Pi interdisziplinär, da es Vorwissen aus den Bereichen Physik, Chemie, Elektronik, Elektrotechnik, Mathematik, Mechanik und Informatik in einem Projekt sinnvoll miteinander verbindet.

Die Arbeit mit dem Raspberry Pi regt die Kreativität der Schüler_innen an, da es für die Lösung der Aufgabe keine Vorgaben seitens der Lehrpersonen gibt. Diese kreative Freiheit führt zu überraschenden Ergebnissen, wie der Verwendung von alten CD-Rohlingen als Ersatz für Rädern bei einem selbstfahrenden Fahrzeug – die Idee finde ich einfach grenzgenial!

Das unmittelbare „Erleben“ der Konsequenzen der eigenen Leistung. Soll der Raspberry Pi nach rechts fahren und macht anstelle dessen eine Linksdrehung erkennt man sofort, dass da was nicht stimmt. Ganz selbstverständlich und ganz natürlich, ohne Anleitung beginnt man mit der Analyse und der Evaluation des Fehlers. Ich bin mir sicher, dass auch Sie, verehrte Leser_innen, jetzt instinktiv daran gedacht haben, dass hier wahrscheinlich bei einer Einstellung „rechts“ statt „links“ ausgewählt wurde.

Das unmittelbare Feedback, das „Sich der Lösung mit jeder Iteration nähern“, ist eine Erfahrung, die derart fesselt, dass Schüler_innen motiviert sind sogar die Pause durchzuarbeiten – was kann man sich als Lehrperson mehr wünschen!

Anbei ein paar nützliche Links:

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Raspberry Pi Homepage

YouTube: Raspberry Pi Grundlagen

YouTube: Raspberry Pi Einführung

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Ein Gedanke zu „Robotik-Didaktik mit dem kostengünstigen Raspberry Pi

  1. Ich finde Raspberry PI auch sehr cool und würde gerne selbst einen kleinen Roboter bauen. Leider fehlen mir aber die Programmierkenntnisse. 😉

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es den Schülerinnen und Schülern großen Spaß macht, ihre Kreativität beim Bau eines Roboters auszuleben. Das kann man auch an den Beispielen erkennen, die beim Vortrag vorgestellt wurden. Von Wall-E, über einen Marienkäfer, bis hin zu einem Einhorn war da alles dabei.

    Ob man das Arbeiten mit Raspberry PI in den OMAI bzw. Informatikunterricht einbinden kann, ist eine andere Frage. Ich finde es eine wahnsinnig tolle Möglichkeit das Programmieren zu erlernen, aber das braucht Zeit. Es wäre toll, so etwas als freiwillige Aktivität am Nachmittag anzubieten. Im regulären Unterricht fehlt dazu, meiner Meinung nach, leider die Zeit. Zudem ist die Arbeit mit dem PI, so wie du es erwähnt hast, interdisziplinär. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Raspberry PI Projekt nur mit einer Lehrperson zu realisieren ist. Ich könnte den Schülerinnen und Schülern bei mathematischen Fragen schon mal nicht weiterhelfen. 😛

    Vielleicht kann man ein Raspberry PI Projekt ja eher in einer AHS oder Neuen Mittelschule durchführen? So wie es im Vortrag erwähnt wurde. Hier wäre genug Zeit, es freiwillig am Nachmittag anzubieten.
    Oder eventuell besteht auch die Möglichkeit den PI in einer HTL einzusetzen?

    Eigentlich will ich gar nicht so negativ klingen, da ich Raspberry PI richtig interessant finde. Vielleicht muss ich mich ja mal näher damit beschäftigen, um einen Überblick darüber zu bekommen, wie viel Zeit man braucht, um so einen kleinen Roboter zu bauen. Du kannst mir ja vielleicht ein paar Tipps geben. 🙂

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