Schule 4.0 – die Digitalisierungsstrategie des Bildungsministeriums

In diesem Impulvortrag hat Martin Bauer die Bedeutung der digitalen Schulentwicklung sowie die digitalen Lehrer/innenkompetenzen vorgestellt und erklärt, welche Maßnahmen die Umsetzung der Schule 4.0 begleiten werden.

Die digitale Grundbildung wird zukünftig bereits in der Volksschule beginnen. Bereits hier soll der spielerische Umgang mit Technik und Medienbildung vermittelt werden. Ab der 5. Schulstufe bis zur 8. Schulstufe wird die digitale Grundbildung als verbindliche Übung eingeführt. Es kann schulautonom entschieden werden ob dieser Unterricht in bestehende Fächer integriert, oder als eigener Unterrichtsgegenstand geführt wird.

Mit einem digi.Check in der achten Schulstufe sollten dann die erworbenen Kompetenzen überprüft werden. So sollen am Ende der achten Schulstufe alle Jugendlichen den Umgang mit den Standardprogrammen beherrschen und in der Lage sein, Informationen und digitale Medien kritisch zu betrachten und zu reflektieren.

Eine große Herausforderung besteht darin, digital kompetente Pädagogen zu finden und auszubilden. Die Digitalisierungstrategie legt deshalb einen Schwerpunkt auf die digitale Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen, um den Erwerb von den geforderterten digitalen Kompetenzen zu sichern. Zukünftige Lehrkräfte müssen diese Kompetenzen in einem Pflichtportfolio nachweisen.

Doch nicht nur die Lehrpersonen sind eine tragende Säule der Digitalisierung im Bildungsbereich, auch in die Hardware und die IT-Infrastruktur soll und muss investiert werden. Flächendeckendes WLAN oder Breitbandanbindungen müssen in Pflichtschulen weiter ausgebaut werden und das BM sieht vor auch die IT-Ausstattung der Schulen zu erneuern bzw. zu verbessern. Ab der fünften bzw. der neunten Schulstufe sollen die Schülerinnen und Schüler mit Tablets bzw. Notebooks ausgestattet werden. Unvorstellbar aber trotzdem ein Faktum ist auch die Tatsache, dass immer noch nicht jede Lehrperson eine eigene E-Mail Adresse hat.

Um die Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen besser zu unterstützen, wird mit der EDUThek ein kostenfreies Portal für digitale Lehr- und Lernmaterialen geschaffen. Dort werden eine Vielzahl von Content- und Medienangeboten zentral zugänglich gemacht und für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Die Inhalte umfassen pädagogisch empfohlene Apps, innovative Tools für den Unterricht und Beispiel, wie digitale Medien wirksam im Unterricht eingesetzt werden können.

Die Digitalisierungsstrategie des Bildungsministeriums ist ein sehr ambitioniertes Projekt und für die Ausbildung unserer Jugendlichen absolut notwendig. Durch die Umsetzung dieser Strategie werden die Schülerinnen und Schüler optimal auf das Leben in einer, immer stärker, digitalisierten Welt vorbereitet.

2 Gedanken zu „Schule 4.0 – die Digitalisierungsstrategie des Bildungsministeriums

  1. Da ich auch den Vortrag besucht habe und mir einige Notizen dazu gemacht habe, denke ich, dass es unnötig ist, den Beitrag noch einmal zusammen zu fassen, da ich deinen Bericht nur zustimmen kann. Ich habe allerdings noch einige subjektive Eindrücke, die ich hier gerne teilen möchte:

    Der Vortrag war sehr informativ. In den 15 Minuten wurde viel Input vermittelt – vielleicht zu viel? Sehr viel Inhalt auf Folien in kurzer Zeit …
    Für mich ist allerdings eine Message deutlich hängen geblieben: Es ist sich immer die Frage zu stellen, wo der Mehrwert des digitalen Unterrichts liegt. Die Digitalisierung bietet uns viele Möglichkeiten, doch auf die Didaktik muss geachtet werden. Daher sollen die Lehrer/innen ausreichend auf den Gebrauch von digitalen Medien vorbereitet werden! Und wie auch im Beitrag von dir schon erwähnt – muss dafür gesorgt werden, dass die technische Infrastruktur in Schulen diese Entwicklung optimal unterstützt. Das muss das Ziel der nächsten Jahre sein!

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