Ein Vortrag der besonderen Art! – Implementierung von E-Learning am Schulstandort

Wow! Nach einigen eher ermüdenden Vorträgen gelang es den Vortragenden Thomas Baldauf und Alicia Bankhofer mich vollkommen ins Boot zu holen!

Es war kein klassischer Vortrag sondern die Zuhörer machten mit. Zuerst wurden acht Freiwillige gesucht, die sich in Rollen von Lehrkräften und Lernenden versetzten. Auch unser Dozent Herr Mader (in Rolle des Mädchens Jana, ist ruhig, mag Mathe – kein Deutsch) und Andrea Hadringer (in Rolle des Mädchens Jessica, Repetentin, ist schlau – kommt aber selten) durften Teil des Rollenspiels sein. Dabei wurden die Sichtweisen und Probleme der Lernenden, als auch erste Lösungsansätze der Lehrpersonen dargestellt. Worum ging es? Schüler/innen-Probleme verstehen und lösen – evtl. mit E-Learning lösen – perfekter Einstieg! Das Konzept nennt sich Design Thinking. Wichtig ist dabei eine genaue Umweltanalyse zu machen und sich zu fragen: Wer ist beteiligt? Wen betrifft es?

Hier einige Beispiele:

  • Mehmet, hat Probleme mit Sprache, liebt Videospiele
    mögliche Lösung: Spieleforum (international) mit Chatfunktion, Spiele in andere Sprache einstellen, …
  • Jessica, Repetentin, ist schlau – fehlt oft
    mögliche Lösung: Stunden halten lassen  (so erhält sie Verantwortung und Freiheit), Erklärvideos für andere machen lassen, online arbeiten …

Neben dem interessanten Einstieg, gab es dann interessanten Input zu verschiedenen Themen:

  • Erfahrung von Alicia Bankhofer selbst: Skype-Gespräche mit Personen auf der ganzen Welt bringen Interesse der Schüler/innen
  • sehr lesenswerte Theorie ist Dagstuhl-Dreieck:
    Kulturelle Perspektive – Wie wirkt das?
    Anwendungsbezogene Perspektive – Wie nutze ich das?
    Technologische Perspektive – Wie funktioniert das?
    nur bei Betrachtung aller Perspektiven hat man ein Grundkonzept wirklich verstanden
  • digi.komp-Digitale Kompetenzen für PädagogInnen
    hier kann man auch eigene Kompetenzen testen

 

Es wurden drei Schulen mit drei Ansätzen vorgestellt (vielleicht ist was Interessantes für euch dabei):

A) Micha Busch
http://bit.ly/michaprezi
Verschiedene Angebote: Zeitdauer, Intensität usw. …

B) Matthias Förtsch
http://bit.ly/matthiasschulentwicklungen
Nörgler/Negative Kommentare zu hören und ernst nehmen
7 Grundsätze zur Schulentwicklung

C) Lars Reitze
http://herr.reitze.info/2017/01/05/mikrofortbildungen/
Kurze Lernsequenzen anbieten – Coffeecup-Learning – Thema: Präsentationen, Bilder suchen usw.
Idee für Lehrkraft-Bildung ist z. B. mit analogen Briefkasten – Schule macht kurze Erklärvideos zu Problem

 

Anschließend wurden in Gruppen diskutiert, wie E-Learning in der Schule implementiert werden kann. Hier ein paar Blitzlichter:

  1. Start: Umweltanalyse (Wen muss ich einbinden? Wen betrifft es? Wer sind Keystakeholder?): Schulentwicklungsgruppe, Schule, Eltern, Kinder, Kollegen …
  2. Wie setzt man das in Schule um? Wo gibt es Probleme
  • Alle müssen mitziehen
  • vieles bleibt oft an wenigen hängen
  • Einige Dinge können verpflichtend sein: digitales Klassenbruch
  • kleinen Microsequenzen für Lehrer/innen
  • Fehlende Ausstattung ist großes Problem

 

Alles in allem war es ein sehr spannender und interessanter Vortrag, der von dem großen Erfahrungsschatz und der tollen Vortragsweise der Vortragenden profitierte!