48 | Mone Denninger Flipped Classroom mit OneNote und Office Mix

„Spannend ist was in der Klasse passiert!“ Mit diesen Statement begann der Vortrag von Mone Denninger. Flipped Classroom mit OneNote und Office Mix  ist eine spannende Methode, um die Klasse zum Arbeiten zu bewegen. In einem normalen Unterricht müssen die Schüler/innen nicht viel arbeiten. Oft lassen sich die Schüler/innen nur berieseln und die Hausübungen können sie sich über WhatsApp besorgen und schreiben diese ab. Bei Flipped Classroom müssen sie tun. Die Schüler/innen müssen durch diese Methode aktiv werden. Durch das selbstständige Arbeiten der Schüler/innen gewinnt der Lehrer und die Lehrerin Zeit, um individuell fördern und fordern zu können.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schüler/innen in Gruppen arbeiten und zusätzlich können sie noch differenziert arbeiten. Die Videos können etlich oft angesehen werden und dadurch können die Schüler/innen ihr eigenes Lerntempo bestimmen. Dies führt dazu, dass alle an ihr Ziel kommen. Bis es soweit ist, ist es kein einfacher weg, da die Schüler/innen erst lernen müssen was Flipped Classroom ist. Zusätzlich müssen sie den Umgang mit den Tools OneNote und Office Mix erlernen. Ergänzend zu diesen Aufgaben ist es von Vorteil die Eltern mit einzubeziehen, da die Schüler/innen Handys, Notebooks oder ähnliches benötigen. Sind diese ersten Hürden geschafft, können alle Wochenpläne über OneNote Classbook abgewickelt werden. Die Wochenpläne haben für die Schüler/innen den Vorteil, dass sie genau wissen Wie, Wo, Was! Das Arbeiten über ein Tool vereinfacht den administrativen Aufwand enorm und es kann effizient und rationell gearbeitet werden.

Bild: Vortrag von Mone Denninger „Flipped Classroom mit OneNote und Office Mix“ Fotograf: M. Puchwald

Für die Praxis wurde ein Aufbau der Unterrichtsphase vorgestellt. Dieser kann wie folgt aussehen:

Hausübung: Impulsvideo/s

Vergleich der Ergebnisse

Übungsphase

Individuelle Förderung

Wochenpläne

Hausübung: Erklärvideo/s

Zusätzlich kann in den Wochenplan eine Lernzielkontrolle eingebaut werden. Hierfür wird häufig ein Onlinequiz „Plickers“ verwenden. Eine weitere Variante ist, dass jede/r Schüler/in eine Mitschrift zum ausgearbeiteten Stoff führen muss. Weitere Methoden für Lernzielkontrollen sind natürlich möglich. Wichtig ist nur, dass die Wissensüberprüfung und der Lernfortschritt überprüft werden kann und wir als Lehrer/innen sehen was aus dem Unterricht mitgenommen wird.

Die Methode Flipped Classroom kann in der Praxis in allen Fächern und für alle Stoffgebiete verwendet werden. Wichtig ist aber, dass das Material gut aufbereitet und an die Schüler/innen angepasst ist.

Interessanter Link: http://www.flipped-classroom-austria.at/

26 I Michael Kickmeier-Rust von der TU Graz / Virtuelle Welten und Learning Analytics

Virtuelle Welten und Learning Analytics sind laut Michael Kickmeier-Rust von der TU Graz eine vielversprechende Ergänzung zum realen Unterricht. Aber warum? Auf diese Frage gibt es eine ganz einfache Antwort. Die virtuellen Welten erlauben es uns die Einschränkungen der realen Welten zu überwinden. Man kann sich sozusagen sein zweites virtuelles ich erschaffen. Es gibt keine räumlichen, zeitlichen, sozialen oder konzeptuellen Hürden mehr. Jede Möglichkeit steht in der virtuellen Welt offen. In der Praxis wurde das Second Life bereits mit mehreren Projekten umgesetzt. Als Beispiel wurde ein Modell des alten Roms für den Geschichtsunterricht, virtuelle Labors für den Physikunterricht oder auch Chatterdale – ein Projekt zum gemeinsamen Englisch-Lernen von österreichischen, deutschen und norwegischen Schülern/innen bereits umgesetzt. Dieses Projekt wurde mit der virtuellen Welt von OpenSim realisiert.  Natürlich in einer gesicherten Umgebung mithilfe des Tools 3DLES. Das ganze Szenario war wie eine Schnitzeljagd aufgebaut. Die Schüler/innen mussten verschiedene Aufgaben lösen, um ihren Zielen näher zu kommen und im Spiel weiter voran zu gelangen. Das ganze Projekt erwies sich als voller Erfolg. Die Einstellung zum Unterricht hat sich geändert und sehr viele Schüler/innen haben ihre Leistungen deutlich verbessert. Die Schüler/innen hatten einen pädagogischen Mehrwert durch Lernen – Tun – Begreifen – Anschauung. All dies geht vor sprachlicher Vermittlung laut Johann Amos Comenius. Weitere Vorteile dieser Art des Unterrichtes sind globale Treffpunkte, alternative Klassenzimmer, neue/alternative Identitäten, unabhängig von Distanz, soziale Implikationen und Außenseiter können sich neue Identitäten geben und sich in der virtuellen Welt ganz anders entwickeln und entfalten.

Bild: Folie vom Vortrag „Virtuelle Welten und Learning Analytics“ Fotograf: R. Esterhammer

Natürlich gibt es auch Nachteile. Einer davon ist, das die Lehrer/innen nicht die Kontrolle haben, was die Schüler/innen in diesen virtuellen Welten wirklich machen. Dazu wurde die Softwarelösung entwickelt, welche es erlaubt die Log-Daten aus virtuellen Welten aufzuzeichnen und zu nutzen. Diese Software ermöglicht es den Lehrer/innen einen Kontrollprozess in den virtuellen Welten zu erhalten. Durch diese Lösung wird ein wichtiger Aspekt, nämlich der den Fortschritt der Schüler/innen zu beobachten, sei es die Kompetenzentwicklung wie kreatives bzw. konstruktivistisches Handeln und Denken, Aufbau der sozialen Kompetenzen oder auch die Fachkompetenz, erfüllt.

Mir persönlich hat dieser Vortrag sehr gut gefallen. Neue Anregungen und Ideen wurden vermittelt. Natürlich wäre es auch in unseren Fächern möglich, diese Art des Unterrichtes auszuprobieren. Theoretisch wären alle Themenbereiche dazu zu gebrauchen, aber meines Erachtens wären gerade sehr trockene Themen wie die ÖNORM A 1080 ideal, um so ein Projekt umzusetzen.

Bild: Folie vom Vortrag „Virtuelle Welten und Learning Analytics“ Fotograf: R. Esterhammer

Interessante Links zum Thema:

www.secondlife.com/destinations

http://kti.tugraz.at/css/projects/la4s/

http://services.minecraftedu.com/worlds/

www.leas-box.eu

7 I Thomas Wimmer: Filmproduktion im Unterricht

Mit dem Satz: „Einstieg mit Trickfilm, dann erst mit Videofilmen arbeiten.“ begann der Vortrag Filmproduktion im Unterricht.

Aber warum eigentlich sollte man im Unterricht Filme machen. Die Antwort liegt auf der Hand – Motivation und die Freude am Produzieren. Sozusagen – Learning by doing. Die Motivation kann noch gesteigert werden, wenn die Schüler/innen ihr eigenes „Spielzeug“ für die Drehs mitnehmen können. Als Beispiel kann hier die Volksschule genannt werden. Die Schüler/innen können Lego, Barbies, etc. mitbringen und mit diesen Spielzeug kann ein Video zu einem Thema gedreht werden.

Bild: Vortrag Thomas Wimmer „Filmproduktion mit Tablets im Unterricht“. Fotograf: R. Esterhammer

Diese selbst erstellte Videos können im Unterricht gewinnbringend eingebracht werden. Sei es als Zusammenfassung von Lerninhalten, für Experimente, als Dokumentationen für Exkursionen, als Tutorials oder einfach, um ein Stoffgebiet mal anders zu erlernen. Die Schüler/innen selbst, erstellen Videos oder Kurzvideos, zu Themen die ihnen die Lehrenden zur Verfügung stellen.

Das Ziel ist die positive Auswirkung auf den Lernerfolg durch Reduktion und Prägnanz des Lehrinhaltes und dies verpackt in einem selbst erstellten Video. Zusätzlich werden folgende Kompetenzen gestärkt: Ideen finden und umsetzen, haptische Umsetzungen, kreative Umsetzungen, sprachlicher Ausdruck, schauspielerische Fähigkeiten, technische Umsetzungen und noch viel mehr

Und noch wichtig zu ergänzen: Im digitalen Zeitalter benötigt es für die Umsetzung eines kleinen Videodrehs nur mehr ein Tablet, kostenlose Apps und eventuell noch ein Stativ mit Tablethalterung.

Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht:

Zusammenfassung von Lerninhalten, Experimente festhalten, Dokumentation von Exkursionen, Tutorials, Erarbeitung neuer Stoffgebiete, Lernvideos erstellen, etc.

Interessante Links zum Thema:

(siehe Bilder)

http//bit.ly/2cfUnYI

https://www.lehrerfreund.de/schule/kat/Film-Unterricht