KidZ – ein lernseitiges Innovationsprojekt mit internationalem Vorbildcharakter

KidZ Projekt Ergebnisse

Thomas Nárosy zieht in seinem Vortrag Resümee aus den bisherigen KidZ Projekten, die – wie der Vortrag von den NMS-Lehrern aus Ost- und Südtirol, sowie dem Burgenland gezeigt hat – allen Beteiligten Spaß macht und zum Lernen motiviert. Auch mich hat die Idee und Umsetzung durch den lebendigen Vortrag der NMS-Lehrer begeistert! Als Koordinator von KidZ Projekten und Bildungsinnovator, der mit dem BMB Projekte aufgebaut hat, wirft Nárosy einen kritischen Blick auf die insgesamt 91 Projekte und erzählt im Vortrag von der Bewertung und Evaluierung.

Die Ausgangsfragen:

  • Hat KidZ bislang Sinn gemacht?
  • War es lediglich Zeit- und Geldverschwendung?
  • Ist so ein Projekt zukunftsfähig?
  • Wie misst man den Erfolg so eines Projektes?
  • Was bleibt unterm Strich für Schule 4.0 übrig?

Den Rahmen für die Auswertung gaben vor:

  • 266 Items, die sich aus den Anforderungen der KidZ Projekte ergaben
  • der „Zaubertrank“ für eine innovative Schule: OECD ILE 7 + 3 Framework

Nárosy’s Resumme aus allen verschiedenen Projekten und Untersuchungen:

  • KidZ kann man zurecht als „lernseitiges“ internationales Vorzeigeprojekt bezeichnen!
  • Alle Schülerinnen und Schüler sind digital kompetenter geworden!
  • ABER: was wurde dabei gelernt? Oder besser gefragt: Was ist der Nutzen und Vorteil der dazugewonnenen digitalen Kompetenz?

Nárosy`s Vorschlag dazu, der aus meiner Sicht als künftige Lehrerin an berufsbildenden Schulen  mehr als sinnvoll ist:

Ergebnisse aus der Kompetenzanalyse des bifie aufgreifen und mittels der neuen digitalen Kompetenz Schülerinnen und Schüler „zum Lernen bringen“.

Ein trauriges und für mich zugleich erschütterndes Ergebnis daraus, dass das, was ich bislang an meinen Jugendlichen in der Lehrausbildung wahrgenommen habe nun traurige Wahrheit ist:

Die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern nach der Pflichtschule:

  • Burschen können zu insgesamt 51 % nicht oder kaum Sinn erfassend Lesen!
  • Mädchen können zu insgesamt 38 % nicht oder kaum Sinn erfassend Lesen!

Mittels dem durch das KidZ Projekt gewonnenen Umgang mit der digitalen Welt könnten Schülerinnen und Schüler zum Lesen angeregt werden. Ein Beispiel, das mir dazu einfällt, ist Augmented Reality, welche Bücher zum Leben erweckt, wie uns die israelischen Gastprofessorinnen dieses Semester beeindruckend gezeigt haben.  DAS macht nicht nur Sinn, sondern auch Spaß! Hmmm, ob das die betroffenen Schülerinnen und Schüler auch so sehen?

Interessiert am KidZ Projekt? Dann einfach ins Schaufenster schauen – dort haben die teilnehmenden Schulen ihr Portfolio hinterlegt.

kidzschaufenster.phwien.ac.at