Inverted Classroom in der Hochschule

Flipped Classroom in der Schule, Inverted Classroom in der Hochschule!

Wir haben ja schon wirklich viel über das Inverted-Classroom-Konzept gehört, und mich hat die Umsetzung in einer Hochschule interessiert. Deshalb habe ich mir den Vortrag “Das Inverted Classroom Konzept als hochschuldidaktische Alternative” von Thomas Schöftner angehört.

Mit großer Erwartung ging ich in den Vortrag, der leider von sehr vielen statistischen Daten dominiert war. Er hat dieses Konzept im Masterstudium Informationsmanagement und E-Learning umgesetzt und mit E-Portfolios, Mahara und Moodle Exabis gearbeitet.

Der Vortragende hat durch seine Analysen eindeutig bestätigt, dass kooperatives Lernen, Methodenvielfalt, Rücksicht auf individuelle Lernvoraussetzungen und Individualisierung perfekt umgesetzt werden können.

Doch wie kann man sich einen Masterstudium mit dem Inverted-Classroom-Konzept nun vorstellen?

Herr Schöftner hat Erklärvideos für die Studierenden produziert, die sie sich, wie aus seiner Evaluation hervorgegangen ist, meist einmal vor der Lehrveranstaltung angesehen haben. Diese Videos hat er mit bedingter Verfügbarkeit für die Studierenden freigegeben und konnte nachverfolgen, wann die Studierenden sie angesehen haben. Anschließend folgte ein Moodle-Test, der ihnen zu ihrem Zertifikat verhalf.

Mit Hilfe des Zertifikates können sich die Studierenden den Seminarteil dann anrechnen lassen. Studierende mit viel Vorwissen können sich die Vorbereitung auch sparen und gleich zum Test antreten. Das finde ich eine gute Idee für den Unterricht an der Hochschule.

Ich kannte bis zu dem Vortrag die Umsetzung von Erklärvideos mit Office-Mix, der Vortragende verwendete das Tool PlayPost – könnte man mal ausprobieren! Hier kann man anscheinend auch während des Abspieles des Videos die Fragen beantworten.

Diesen erste Teil des Vortrages, die Erklärung des Ablaufes, fand ich sehr interessant. Danach stellte er aber so viele statistische Daten seiner Evaluation vor, auf die ich hätte verzichten können.

Das Resümee war, dass er eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Gelernten erreichte und auch viel mehr Stoff geschafft hat, als mit dem “normalen” Prinzip des Unterrichts. Die Auslegung war nicht mehr auf Fehler konzentriert, sondern auf Öffnung, Motivation und Differenzierung. Die Durchfallquote hat sich zudem auch verringert!

Eine Frage bleibt nun noch offen: Wie geht die Lehrperson mit denjenigen um, die die Inputphase zuhause nicht gemacht haben? – Ganz einfach: THINK – PAIR – SHARE!

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